Netzwerk Mülheim
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"Blattwerk"

Mülheim, 2010 - Mülheim ist, nach dem Niedergang der ansässigen Industrie und Wegfall vieler Arbeitsplätze, ein Stadtteil mit erhöhtem Förderungsbedarf. Sanierungs- und Förderprogramme sollen die Arbeitsmarkt- und Ausbildungs-Situation verbessern. Durch Förderung der Kulturarbeit und anderer sozialer Komponenten soll auch die Zufriedenheit und eine positive Identifikation mit dem Wohnort gefördert werden.

Dazu wurde das Stadtteil-Förderprogramms 2020 mit einem Umfang von 40 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Projekte dieser Größenordnung müssen in der Regel europaweit ausgeschrieben werden. Damit auch kleinere Projekte und lokale Teilnehmer eingebunden werden können, gibt es zusätzlich einen - deutlich kleineren - Verfügungsfonds in Höhe von 50tsd Euro, der relativ unbürokratisch kleinere Beträge ausschütten kann.

Genau dieser Verfügungsfond bringt Kulturschaffende auf die Idee eines lokalen Mülheimer Kulturmagazins. Es soll das kulturelle Leben des Stadtteils transparenter machen, denn "Kultur verbindet." Denn die Bevölkerung in "Mülheim ist zwar bunt", aber dem Nachbarn und sich selbst oft noch fremd.

Diese Vorstellung eines Stadtteil-Magazins passt gut zu den Zielen von "Mülheim 2020". Ein entsprechender Förderantrag wird 2010 vom Projekt-begleitenden Gremium, dem Veedelsbeirat, bewilligt. Das Stadtteil-Magazin "Blattwerk" kann im Frühjahr 2011 an den Start gehen.

Mülheim, Ende 2011 - Das Blattwerk erscheint 2011 alle drei Monate in einer Auflage von 5.000 Exemplaren insgesamt viermal. Die Mülheimer Bevölkerung schließt das Blatt schnell in's Herz, was sicher auch am praktischen Postkartenformat liegt. Das Blatt behandelt in jeder Ausgabe ein Schwerpunktthema. Mit dem Schanzenviertel und der Deutz-Mülheimer Straße werden in Ausgabe 3 und 4/12 bereits die beiden wichtigsten Flächen vorgestellt, an denen die industrielle Nutzung durch die Ansiedlung Neuer Medien und Kunstbetriebe ersetzt wird. Ende 2011 läuft die städtische Förderung leider aus. Damit stellt sich die Frage, ob und wie es weitergehen soll. Sonja Langner und Rolf Bauerfeind, die letzten vom ursprünglichen Team, beschließen, das Blatt auch ohne Förderung weiter herauszugeben.

Mülheim, Anfang 2012 - Es gibt tatsächlich viel Interessantes über Mülheim zu berichten. So entscheiden wir uns für 6 statt 4 Ausgaben für das Jahr 2012. Die Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft zwecks Anzeigenverkauf und die Suche nach Sponsoren beginnt. Die Schwerpunkt-Ausgabe "Fahrrad" erscheint im Frühling. Die "Umwelt- und Öko-Ausgabe" im Sommer. Sie ist mit mittlerweile 48 Seiten das bislang umfangreichste Blattwerk. Am Ende der Sommerferien erscheint die "Immobilien-Ausgabe", eine "Schenken" und sogar eine "Verbrechens"-Ausgabe erscheinen in Herbst und Winter. Lassen Sie sich überraschen! (rb/MF)

Mülheim, Ende 2012 - Sonja Langner verlässt im Herbst nach der Immobilien-Ausgabe unerwartet das Blattwerk-Team. Die entstandene Lücke können wir nicht schließen. So bleiben die "Schenken" und die "Crime"-Ausgabe vorerst nur Vorhaben. Ein weiteres Erscheinen des Blattwerkes ist zur Zeit nicht geplant. (rb/MF)


 

 
     
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